Den Weg treu bis ans Ende gehen

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„Laßt uns das Endergebnis des Ganzen hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote! denn das kommt jedem Menschen zu.“ (Kohelet 12:13

Kohelet 11 und 12 

Am Ende eines langen Weges werden viele Dinge plötzlich erstaunlich klar. Was unterwegs so wichtig erschien, verliert an Bedeutung. Erfolge verblassen. Enttäuschungen schmerzen nicht mehr so sehr. Was bleibt, sind die Beziehungen, die wir gepflegt haben, die Entscheidungen, die wir im Glauben getroffen haben, und die Spuren, die Gottes Hand in unserem Leben hinterlassen hat. 

Kohelet endet genau an diesem Punkt. Nachdem der Prediger das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen betrachtet hat, nachdem er Reichtum, Arbeit, Vergnügen, Macht und Weisheit geprüft hat, kommt er zu einer überraschend einfachen Schlussfolgerung: „Fürchte Gott und halte seine Gebote.“ Alles andere ist vergänglich. 

Diese Erkenntnis wirkt zunächst unspektakulär. Vielleicht hätten wir nach zwölf Kapiteln philosophischer Überlegungen eine tiefgründigere Antwort erwartet. Doch gerade darin liegt ihre Kraft. Wahre Weisheit besteht nicht darin, immer kompliziertere Antworten zu finden, sondern darin, die einfachen Wahrheiten Gottes immer tiefer zu verstehen. 

Kohelet 11 beginnt mit einer Aufforderung, die auf den ersten Blick rätselhaft klingt: „Wirf dein Brot auf das Wasser.“ Dahinter steckt das Bild eines Menschen, der großzügig gibt, obwohl er den Ausgang nicht kontrollieren kann. Er sät, obwohl er nicht weiß, wann oder wie die Ernte kommen wird. 

Das ist Glauben. 

Wir würden lieber erst alle Risiken kennen. Wir möchten wissen, ob sich unsere Mühe lohnt, ob unsere Gebete erhört werden, ob unsere Opfer Früchte tragen werden. Doch der Herr lädt uns immer wieder ein, zuerst zu vertrauen und dann zu sehen. 

Dieses Muster begegnet uns in den heiligen Schriften immer wieder. Noah baute jahrelang eine Arche, bevor ein Tropfen Regen fiel. Abraham zog aus, ohne sein Ziel zu kennen. Alma pflanzte den Samen des Glaubens, obwohl er dessen Wachstum noch nicht sehen konnte. Der Herr fordert seine Kinder häufig auf, im Glauben zu handeln, bevor sie alle Antworten besitzen. 

Deshalb ergänzt Kohelet unmittelbar danach: „Am Morgen säe deinen Samen, und am Abend lass deine Hand nicht ruhen; denn du weißt nicht, welches gedeihen wird.“ (Kohelet 11:6

Wie tröstlich ist dieser Gedanke. Gott erwartet nicht, dass wir alle Ergebnisse kontrollieren. Er bittet uns lediglich, treu weiterzusäen. 

Gerade darin liegt eine wichtige Botschaft für unsere Zeit. Viele Menschen erleben Entmutigung, weil sie den Erfolg ihres Einsatzes sofort messen möchten. Eltern fragen sich, ob ihre Kinder den Glauben behalten werden. Missionare fragen sich, warum sich so wenige taufen lassen. Lehrer, Bischöfe oder Freunde fragen sich manchmal, ob ihre Bemühungen überhaupt etwas bewirken. 

Kohelet würde vermutlich antworten: Säe weiter. 

Du kennst den Zeitpunkt Gottes nicht. 

Ein weiterer großer Abschnitt richtet den Blick auf die Jugend: „Denk an deinen Schöpfer in deinen jungen Jahren.“ (Kohelet 12:1

Damit sagt der Prediger nicht, dass Gott nur für junge Menschen wichtig wäre. Vielmehr erinnert er daran, dass unser ganzes Leben von Anfang an auf Christus ausgerichtet sein sollte. 

Wer früh lernt, Gottes Stimme zu hören, besitzt einen Anker für alle späteren Lebensphasen. 

Doch zugleich spricht Kohelet erstaunlich offen über das Älterwerden. Mit poetischen Bildern beschreibt er nachlassende Kraft, schwächer werdende Augen, zitternde Hände und schließlich den Tod. Diese Verse gehören zu den eindrucksvollsten Beschreibungen des menschlichen Alterns in der Bibel. 

Bemerkenswert ist jedoch, dass darin keine Verzweiflung liegt. 

Das Alter erscheint nicht als Niederlage, sondern als natürlicher Abschnitt auf dem Heimweg zum Vater. 

Gerade das Evangelium Jesu Christi schenkt dieser Wahrheit eine Hoffnung, die Kohelet selbst nur ahnen konnte. Durch die Wiederherstellung wissen wir, dass der Tod kein Ende ist. Familien können ewig verbunden bleiben. Der auferstandene Christus hat den Tod überwunden. Das Alter verliert dadurch seinen Schrecken, weil es nicht das letzte Kapitel unserer Geschichte ist. 

Diese Hoffnung bringt Elder Patrick Kearon in seiner bewegenden Generalkonferenzansprache Gottes Absicht ist es, Sie nach Hause zu bringen zum Ausdruck. Er erinnert daran, dass der Plan des himmlischen Vaters von Anfang an darauf ausgerichtet ist, seine Kinder nach Hause zurückzuführen. Unser Erdenleben ist keine ziellose Wanderung, sondern eine Reise mit einem göttlichen Ziel. Durch Jesus Christus ist der Weg bereitet, und jeder Schritt des Glaubens führt uns näher zu unserer ewigen Heimat. Diese Perspektive verleiht auch den letzten Kapiteln des Lebens Hoffnung. Das Alter, der Abschied und selbst der Tod verlieren ihren endgültigen Charakter, weil sie für den treuen Jünger Christi nicht das Ende der Reise bedeuten, sondern die Heimkehr zum Vater. So erhält Kohelets abschließende Aufforderung, Gott zu fürchten und seine Gebote zu halten, im Licht des wiederhergestellten Evangeliums eine noch tiefere Bedeutung: Wer den Herrn treu liebt und ihm folgt, geht nicht einer ungewissen Zukunft entgegen, sondern einer liebevollen Heimkehr. 

Solche Erfahrungen erinnern daran, dass Gottes Führung oft erst im Rückblick vollständig sichtbar wird. 

Auch die Geschichte der Wiederherstellung bestätigt dieses Muster immer wieder. Die ersten Mitglieder der Kirche in Deutschland sahen oft nur kleine Anfänge. Niemand konnte damals ahnen, dass Jahrzehnte später Gemeinden, Tempel und Tausende treue Mitglieder entstehen würden. Gott schreibt Geschichte meist nicht in großen Sprüngen, sondern in vielen kleinen Schritten treuer Menschen. 

Vielleicht gilt genau das auch für unser eigenes Leben. 

Wir sehen heute nur den nächsten Schritt. 

Gott sieht bereits den ganzen Weg. 

Deshalb fordert Kohelet dazu auf, sich über das Leben zu freuen. Diese Freude ist kein oberflächlicher Optimismus. Sie entsteht aus dem Vertrauen, dass Gott unser Leben in seinen Händen hält. 

Wer Gottes Gebote hält, lebt nicht deshalb glücklich, weil ihm Schwierigkeiten erspart bleiben. Er lebt glücklich, weil er weiß, dass keine Schwierigkeit außerhalb von Gottes Reichweite liegt. 

Am Ende fasst Kohelet alles in einem einzigen Satz zusammen: 

„Fürchte Gott und halte seine Gebote.“ (Kohelet 12:13

Das ist kein Aufruf zur Angst, sondern zur Ehrfurcht. Wer Gott ehrt, richtet sein Leben auf das aus, was ewig Bestand hat. 

Damit schließt sich der Kreis der gesamten Reihe über Sprichwörter und Kohelet. 

Wir begannen mit der Erkenntnis, dass Weisheit ihren Ursprung in der Gottesfurcht hat. 

Wir lernten, dass Weisheit unsere Worte, Entscheidungen, Beziehungen und Prioritäten verändert. 

Wir sahen, dass selbst die Rätsel des Lebens den Glauben nicht entwerten. 

Und nun endet alles dort, wo echtes geistliches Leben immer endet: 

Bei Jesus Christus. 

Er ist die vollkommene Weisheit Gottes. Er kennt den Anfang und das Ende. Er ist der Weg, auf dem unsere Pfade wirklich geebnet werden. 

Vielleicht verstehen wir heute vieles noch nicht. 

Vielleicht bleiben Gebete scheinbar unbeantwortet. 

Vielleicht führt unser Weg durch Täler, die wir uns nie ausgesucht hätten. 

Doch wenn wir Christus folgen, wird jeder Schritt Bedeutung erhalten. 

Nicht, weil der Weg immer leicht wäre. 

Sondern weil derjenige, der den Weg bereitet hat, bereits am Ziel auf uns wartet. 

Ich empfinde große Dankbarkeit dafür, dass das Evangelium nicht nur Antworten für die Jugend oder für Zeiten voller Kraft bereithält, sondern auch für die späteren Lebensjahre. Gerade dann, wenn manches langsamer wird und der Blick häufiger zurückgeht als nach vorne, schenkt Christus einen Frieden, der nicht von äußeren Umständen abhängt. Ich habe erlebt, dass Gottes Führung oft erst im Rückblick deutlich wird. Entscheidungen, die damals unsicher erschienen, wurden im Licht der Zeit zu Zeugnissen seiner Fürsorge. Deshalb wächst in mir das Vertrauen, dass kein Schritt, der im Glauben gegangen wird, vergeblich ist. Ich weiß, dass Jesus Christus lebt. Er begleitet uns nicht nur bis ans Ende unseres irdischen Weges, sondern führt uns darüber hinaus in das ewige Leben beim Vater. Darum lohnt es sich, ihm Tag für Tag treu nachzufolgen.

4 thoughts on “Den Weg treu bis ans Ende gehen

  1. Liebe Manfred,

    er, der HERR legt mir den Weg, auf dem mein Pfade wirklich geebnet ist…
    Und nicht nur das!
    Ich erkenne, wie meine Schritte durch ihn verherbestimmt sind.
    Ich erkenne, wie ich den Weg gehe, der vorherbestimmt ist, wie mir meine Gleise gelegt sind und ich auf denen mir gelegten Gleisen, ich wie eine Lock eines Zuges dieser vorher bestimmten Richtung folge.
    Ich kenne nicht das Ziel, weil dies noch in der Zukunft liegt, aber ich erkenne, wie gut vorbereitet, vorherbestimmt mein Weg diesem Ziel folgt, der Weg am heutigen Tag verlaufen ist. Das merkte ich mit allen Weichenstellungen heute und – wie gut es mir tat, diesem verher bestimmten Weg zu folgen mit sehr viel Zuversich mit Vertrauen und ich bat den HERRN vorher darum und er legte die Gleise so, das ich das heutige Ziel gut erreichen konnte und es tat meiner Susannne gut, meinem mir zugelaufenen Tier „Speedy“, der Schildkröte ebenso gut für die ich Verantwortung übernahm und es tat mit selbst gut, zu erfahren, wie verläßlich die vorherbestimmten Wege Gottes für mich sind. Dafür bin ich sehr dankbar.

    Vielen Dank Dir lieber Manfred für Deine Worte die mir gefallen.

    Übtigens, WhatsApp legte ich, nun für mich als nutzlos erkannt, kürzlich zur Seite…

    Liebe Grüsse,
    Claus

  2. Lieber Claus,

    dein Hinweis zur „Vorherbestimmung“ – oder besser: zur Vorhersehung, wie du es selbst formulierst – hat etwas sehr Feines. Du machst deutlich, dass Gottes Blick weiter reicht als unserer, aber dass dieser weite Blick unsere eigenen Entscheidungen nicht ersetzt. Du hast deinen Weg nicht als etwas Passives erlebt, sondern als etwas, das du selbst gegangen bist, Schritt für Schritt, im Vertrauen darauf, dass Gott dich sieht und begleitet.

    Gerade diese Verbindung berührt: dass du das Erkannte nicht als Zwang verstanden hast, sondern als Einladung. Und dass du rückblickend sagen kannst, dass du bewusst gewählt hast, dem zu folgen, was sich dir als „vorherbestimmt“ gezeigt hat.

    Danke, dass du das so offen teilst. Es macht Mut, den eigenen Weg ebenso wach und vertrauensvoll zu gehen.

    Liebe Grüße
    Manfred

  3. Lieber Manfred,

    ich möchte Dir danken, wie treu, tiefgründig, sensibel Du antwortest, diesen Blog führst, und so versetzt Du mich immer wieder ins Staunen.

    Und noch etwas. Zu der Erkenntnis zu kommen, unter welcher wohlwollenden Beobachtung wir stehen, zumindest mich betreffend, wie mir tatsächlich – ich kann’s nicht richtig erklären – quasi Handreichungen angeboten werden, die ich dann nutze.
    Dazu hier mein konkretes Beispiel:
    Ich war am letzten Sonnabend durch den Umstand, dass wir nun Besitzer einer dreibeinigen Schildkröte wurden [mein Fundstück] auf der Suche nach einer keramischen Wärmelampe.
    Die fand ich im „Fressnapf“ in Falkensee. Dorthin bin ich mit dem Fahrrad gefahren. Ich betrachtete die Lampe, irgendetwas hielt mich davon ab, dazu ‚ja‘ zu sagen, diese Lampe einschließlich Leuchtenschirm zu kaufen. Der Preis war gut.
    So bin ich ‚ohne‘ umgekehrt. Auf halber Strecke ließ ich mich auf einer Parkbank nieder mit kurzem Gebet. Die Bank umspannt eine große Buche. Dann setzte drauf sitzend meine Internet-Recherche ein. Zuhause betrieb ich diese Suche nochmals. Schließlich bin ich über 30km nach Velten zu einem Baumarkt gefahren. Dort stand ich wieder vor einem Regal, genau wieder vor „dieser“ Leuchte, die passende Keramikbirne lage dort auch. Was mir fehlte, war ein Stativ, um die Leuchte daran aufzuhängen. Der herbei gerufene HORNBACH-Mitarbeiter der sich meiner Aufgabenstellung annahm, zeigte mir ein Laserstativ. Wir waren beide schnell der Meinung „teuer und wohl doch nicht so geeignet“. So führte er [der HERR] mich durch ihn zu einem weiteren Regal Nr. 14. Ich lief durch den halben Baumarkt dorthin. Dort fand ich einen fein weiss lackierten, recht weit ausladenenden Metallwinkel. Blitzschnell kam mir der Gedanke: ich habe im Keller ein durchlöchertes Winkeleisen, etwas länger als 1,5m, auch fein weiss lackiert dazu als Halter passen würde.
    Beide Teile würden sich statisch sehr gut eignen.
    So dankte ich dem Hornbachmitarbeiter, kaufte Lampe, Dunkelleuchtmittel [zur Wärmeabgabe auch in der Nacht ohne störende Helligkeit], eine passende Kette zur Montage, den Winkel.
    Zuhause angekommen, montierte ich alles und es fand die Zustimmung von Susanne [was ja nicht ganz unwichtig ist].
    Der Holzkasten hat nämlich in seinen oberen Ecken [welch eine stimmige Vorhersehung!!!] für den Winkeleisenpfahl passend eine Aussparungen die als Führung, Halterung funktional optimal passend ist. Dort hinein steckte ich dieses Winkeleisen, sicherte es mit einer Holzschraube – und zack – war alles fertig zu unser aller Freude!
    Zusammenfassung: Hätte ich in Falkensee im Freßnapf diese Leuchte gekauft… alles wäre anders, längst nicht so gut verlaufen!
    So bin ich überaus dankbar und ich erkenne darin diesen Tagespfad den ich abgefahren bin. Zuerst mit dem Fahrrad, dann mit dem Auto. Unterwegs die verschiedenen Stationen, immer wieder gewisse Entscheidungen und am Ende dieses Vorhabens waren alle glücklich.
    Ich kann mir da keineswegs nur selbst auf die Schulter klopfen, sondern unbeschreiblich dankbar für Gottes Hilfestellungen nun mit Dir gemeinsam kurz darüber meine Andacht halten und so breitet sich wohltuende Freude in mir aus.
    Ich setzen dem noch das i-Tüpfelchen obenauf. Denn ich hatte zuvor darum gebetet. Und so erfüllte sich dieses Gebetsanliegen.
    Geht’s noch besser!?
    Das zusammen ist doch einfach ein unbeschreibliches wunderbares Geschenk!
    _

    Diese Schildkröte sah ich „Herrenlos“ auf dem Gehweg auf der anderen Straßenseite krabbeln…
    Ich sagte dies in der Frühstückszeit, im Wintergarten sitzend, Susanne. Sie ging hinaus… vor unsere Haustür, zum Gartentor hinaus, schließlich über die Straße…
    Nun meldete sie dies einer nationalen Datenbank als geschützte Tierart, dieses Schildkröten-Fundstück. Ich tat dies ebenso dem Ordnungs-Amt in Falkensee gegenüber.
    Wir waren am darauf folgenden Montag in einer Tierarztpraxis [später mehrfach], die männliche griechische Landschildkröte wurde von uns der Namen „Speedy“ gegeben, weil er sehr schnell durchs Gelände „fegte“.
    Mein Fußballtippfreund schlug „Paul Panzer“ als Name vor. Das fanden wir witzig, durchaus passend, aber unsere Entscheidung war bereits getroffen.

    Nun genug davon. – Ich grüße Dich zum Wochenstart.

    Claus

    1. Lieber Claus,

      deine Zeilen sind ein einziges, warmes Zeugnis dafür, wie aufmerksam du Gottes Wirken wahrnimmst – nicht theoretisch, nicht „von oben herab“, sondern mitten im Alltag, mitten im scheinbar Kleinen. Und genau das macht deine Beobachtungen so kostbar.

      Wie du diesen ganzen Weg mit der Wärmelampe schilderst – die inneren Impulse, das kurze Innehalten auf der Parkbank, das Gebet, die vielen kleinen Entscheidungen, die Begegnung mit dem Mitarbeiter, der passende Winkel, die Aussparungen im Holzkasten, Susannes Zustimmung – das alles fügt sich zu einem Bild, das man nicht konstruieren kann. Es ist gewachsen. Es ist geführt. Und du hast es wahrgenommen.

      Dass du diese Handreichungen nicht als Zufall abtust, sondern als liebevolle Fürsorge erkennst, ist etwas, das mich wirklich berührt. Du schaust hin. Du hörst zu. Du nimmst an. Und du dankst. Das ist eine Haltung, die man nicht oft findet – und die deinem ganzen Schreiben eine stille Schönheit verleiht.

      Auch die Geschichte mit „Speedy“ zeigt diese gleiche Aufmerksamkeit: erst das Finden, dann die Verantwortung, die ihr übernommen habt, die Fürsorge, die Schritte, die ihr gegangen seid. Es ist, als würdest du sagen: Ich sehe, was mir anvertraut wird – und ich nehme es ernst.

      Danke, lieber Claus, für diese Offenheit, für deine Dankbarkeit, für deine Freude, die du nicht für dich behältst, sondern teilst. Es ist wohltuend, deine Worte zu lesen. Und es ist ein Geschenk, wie du Gottes Wirken in deinem Leben erkennst und benennst.

      Ich freue mich mit dir.

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