Ich will auf den Herrn warten, der sein Angesicht vor dem Haus Jakob verbirgt

“Und ich will auf den Herrn warten, der sein Angesicht vor dem Haus Jakob verbirgt, und ich will auf ihn hoffen.” (2. Nephi 18:17)
(Bild Quelle)

“Und ich will auf den Herrn warten, der sein Angesicht vor dem Haus Jakob verbirgt, und ich will auf ihn hoffen.” (2. Nephi 18:17). 

  • Dieser Vers betont das Vertrauen und die Hoffnung auf den Herrn, selbst wenn es den Anschein hat, dass Gott vorübergehend sein Angesicht verbirgt oder dass das Volk in Schwierigkeiten ist. Es unterstreicht die Notwendigkeit des Glaubens und der Standhaftigkeit inmitten von Herausforderungen und ist daher ein zentraler Ausdruck der Botschaft von 2. Nephi 18 (Jesaja 8). 

Im 2. Nephi 18 zitiert Nephi aus Jesaja Kapitel 8 aus den Messingplatten Labans. Es enthält prophetische Botschaften an das Königreich Juda. Eine Zusammenfassung könnte wie folgt aussehen: 

Im Jesaja 8 prophezeit Jesaja über die bevorstehende Invasion von Assyrien in Juda. Gott fordert Jesaja auf, seinen Sohn den Namen „Maher-Schalal-Hasch-Bas“ zu geben, was auf die baldige Plünderung und den Raub durch Assyrien hinweist. Jesaja warnt das Volk davor, sich nicht vor den machtvollen Menschen und ihren Plänen zu fürchten, sondern Gott zu fürchten und ihm zu vertrauen. 

Im 2. Nephi 17 kamen Jesaja und ein Sohn mit prophetischem Namen mit einem Zeichen zu König Ahas von Juda. Das Zeichen war, dass eine Jungfrau einen Sohn gebären würde, der Immanuel (Gott mit uns) genannt werden soll. Er würde noch in sehr jungen Jahren erleben, dass Ephraim und Assyrien Juda einnehmen würden. 

In dieser parallelen Prophezeiung haben wir einen zweiten prophetisch benannten Sohn Jesajas, „Maher-Schalal-Hasch-Bas“, im Hebräischen „Schnelle Beute – rascher Raub“. Während “Schear-Jaschub”, im Hebräischen “Der Überrest wird wiederkehren“ bedeutet, prophezeit dieser nächste Sohn den Untergang Judas. 

2. Nephi 18:5-8 (Jesaja 8:5-8) beziehen sich auf die bevorstehende Invasion von Assyrien in das Königreich Juda. Hier sind einige Interpretationsansätze: 

  • Unglaube und Vertrauen auf Menschen: Die Menschen in Juda wurden kritisiert, weil sie sich nicht auf die zuverlässigen, aber ruhigen Wasser von Schiloach, das Gesetz Jahwes im Herzen Jerusalems symbolisierend, verließen. Stattdessen vertrauten sie auf politische Allianzen, insbesondere auf Rezin, den König von Aram, und den Sohn Remaljas. Diese Haltung des Unglaubens und das Vertrauen auf menschliche Macht führten zu Gottes Gericht. 
  • Strafe durch Assyrien: Die gewaltigen Wasser des Stromes, der König von Assyrien, werden als göttliche Strafe dargestellt. Assyrien wird Juda wie ein überflutender Strom durchziehen und es bis zum Hals überfluten. Dies wird als Konsequenz für den Mangel an Vertrauen in Gott und die Abhängigkeit von menschlicher Macht betrachtet. 
  • Immanuel: In Vers 8 wird der Name „Immanuel“ erwähnt, was „Gott mit uns“ bedeutet. Dieser Name wird als Hoffnungsschimmer gesehen, dass Gott selbst inmitten der Krise gegenwärtig sein wird. Dies könnte auf die späteren messianischen Verheißungen hindeuten, besonders in Verbindung mit der Geburt Jesu. 

Insgesamt zeigt diese Passage, dass das Vertrauen auf menschliche Macht und das Fehlen von Glauben an Gott Konsequenzen nach sich ziehen können. Die Menschen sollten sich stattdessen auf Gott verlassen und ihm gehorsam sein, um Schutz und seine Führung zu erfahren. 

2. Nephi 18:17 (Jesaja 8:17) drückt die Haltung eines Gläubigen aus, der trotz der gegenwärtigen Schwierigkeiten und der scheinbaren Abwesenheit Gottes seine Hoffnung auf den Herrn setzt. Hier sind einige mögliche Interpretationen: 

  • Glaube trotz der Krise: Jesaja befindet sich in einer Zeit, in der es scheint, als ob Gott sein Angesicht von Israel abgewandt hat. Trotzdem bleibt der Glaube intakt, und er hofft weiterhin auf den Herrn. 
  • Vertrauen in Gottes Souveränität: Auch wenn es Zeiten gibt, in denen Gott sich scheinbar verbirgt oder seine Pläne nicht sofort ersichtlich sind, erkennt Jesaja die Souveränität Gottes an. Er setzt seine Zuversicht darauf, dass Gott die Dinge in der Zukunft in Ordnung bringen wird. 
  • Geduldiges Warten auf Gottes Handeln: Die Aussage in Jesaja 8:17 kann auch als Ausdruck von Geduld und Ausdauer im Glauben interpretiert werden. Der Gläubige bleibt standhaft in seiner Hoffnung und wartet darauf, dass Gott in seiner Zeit und auf seine Weise handelt. 

Insgesamt könnte Jesaja 8:17 als Ausdruck des Vertrauens und der Hoffnung inmitten von Prüfungen und Unsicherheiten interpretiert werden. Es ermutigt Gläubige dazu, trotz vorübergehender Dunkelheit auf Gottes Treue und Souveränität zu vertrauen. 

2. Nephi 18:18-22 (Jesaja 8:18-23) setzen sich mit dem Thema des Götzendienstes und des spirituellen Abfalls auseinander. Hier sind einige mögliche Interpretationen: 

  • Jesaja und seine Kinder als Zeichen: In Vers 18 bezeichnet Jesaja sich und seine Kinder als Zeichen und Mahnmal in Israel. Diese Aussage betont die prophetische Natur von Jesajas Dienst und seiner Familie. Sie stehen als Zeugnis für die Botschaft Gottes. 
  • Warnung vor Totenbefragung und Zauberei: Die Verse 19-20 warnen vor der Praxis der Totenbefragung und Zauberei. Anstelle solcher spiritistischer Praktiken sollten die Menschen Gott befragen und sich an Seine Weisung und Bezeugung halten. Die Ablehnung solcher Praktiken wird als wesentlich für ein erleuchtetes Verständnis und eine positive Zukunft betrachtet. 
  • Konsequenzen des Ungehorsams: Die Verse 21-22 beschreiben die möglichen Konsequenzen für diejenigen, die sich von Gottes Weg abwenden. Hunger, Verzweiflung und Verfluchungen gegenüber König und Gott werden als Ergebnis des Ungehorsams dargestellt. Der Blick nach oben und zur Erde symbolisiert die Suche nach Hilfe, jedoch wird festgestellt, dass Not und Finsternis vorherrschen. 
  • Verheißung einer neuen Ära: In Vers 23 gibt es eine Verheißung einer neuen Ära. Trotz der gegenwärtigen Dunkelheit wird das Land Sebulon und Naftali, das zuerst verachtet wurde, später zu Ehren gebracht. Dies kann als eine messianische Verheißung interpretiert werden, die auf die zukünftige Herrschaft eines gerechten und erlösenden Herrschers hinweist. 

Insgesamt betont Jesaja 8:18-23 die Notwendigkeit der Treue zu Gott, die Ablehnung von spiritistischen Praktiken und die Rückkehr zu göttlichen Prinzipien. Es warnt vor den negativen Konsequenzen eines Abfalls von Gottes Weg und ruft zur Umkehr und zum Gehorsam auf. 

Wie füllst du die Zeit des Wartens auf den Herrn aus? 

findechristus.org 

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