Noch vierzig Tage, dann ist Ninive zerstört!

(Bild: Quelle; Sreenshot)

„So begann denn Jona eine Tagereise weit in die Stadt hineinzugehen und predigte dabei mit den Worten: „Noch vierzig Tage, dann ist Ninive zerstört!” (Jona 3:4). 

Noch vierzig Tage, dann ist Ninive zerstört! Endlich ist Jona in der Stadt angekommen, in der er einen vom Herrn erteilten Auftrag erfüllen sollte.  Der Herr wollte, dass Jona dem Volk in dieser großen assyrischen Hauptstadt, etwa 707 v. Chr., Umkehr predigen sollte. Jona sträubte sich und wollte seiner Verantwortung als Prophet dadurch entfliehen, dass er in die genau entgegengesetzte Richtung reiste. Das ließ der Herr aber nicht mit sich machen. Durch ein Wunder wurde Jona wieder zurückgebracht und bekam erneut denselben Auftrag. Nun machte er sich auf den Weg, erreichte Ninive und predigte wohl in jedem Winkel der riesigen Stadt, sodass ein jeder Mensch die äußerst kurze, aber eindrückliche Botschaft vernahm: „Noch vierzig Tage, dann ist Ninive zerstört!” Jona hatte wohl darauf gewettet, dass das `heidnische Volk´ diese Botschaft verwerfen, ja ihn vielleicht sogar verjagen, oder noch schlimmer, umbringen würde. Wette verloren: „Da glaubten die Einwohner von Ninive an Gott, …“, ja sie riefen sogar ein Fasten aus und legten Trauerkleidung an. Sogar der König legte seine königlichen Gewänder ab, trauerte in Sackleinen und setzte sich sogar in Asche. Ja, er erließ zudem den Befehl, dass alles Volk und alles Tier fasten, und sich in Sackleinen kleiden, böse Taten unterlassen, und Gott um Vergebung anrufen sollte. 

Welcher Missionar würde nicht zutiefst dankbar und froh sein über eine solche Reaktion, der gesamten vielleicht 120.000 Einwohner (inklusive Kinder; Jona 4:11), der Regierenden und sogar der Tiere. Ganz im Gegenteil Jona. Er geriet vor Gott darüber sogar in Zorn. Weil er genau dies Ergebnis, und die Verschonung des Volkes durch Gott, befürchtete, wollte er von Anfang an den Auftrag nicht ausführen. Jetzt, nachdem wunderbaren Ergebnis, wollte er sogar, dass der Herr ihn sterben lassen sollte. Der Herr fragte ihn: „Ist es recht von dir, so zu zürnen?” (Jona 4:4). Dann gab der Herr Jona noch ein Zeichen. Jona hielt sich außerhalb der Stadt auf, um zu sehen, wie es mit ihr weiterging. Der Herr ließ einen Rizinusstrauch wachsen, damit Jona Schatten hätte. Aber über Nacht kam ein Wurm, fraß die Wurzeln des Strauches an und er ging ein. Jona tat der Strauch leid und er bekam einen Hitzeschaden und wollte einfach nur sterben. Gott fragte ihn, ob ihm, Gott, nicht die Bevölkerung Ninives leidtun sollte, die Umkehr geübt hat, und nun an ihn glaubte, wenn ihm, dem Jona, schon der eingegangene Rizinusstrauch leidtun würde. Ich lerne, es gibt offensichtliche auch widerspenstige Propheten, die uns etwas lehren: Der Herr kann seine Ziele auf jeden Fall erreichen, ob mit mir, oder ohne mich. Das Fasten und die Bereitschaft umzukehren, veranlassen den Herrn von angedrohter Vernichtung abzusehen. Ich darf ob der Gnade Gottes gegenüber anderen Menschen nicht eifersüchtig sein! Nachtrag: Hätte Jona noch etwa 150 Jahre gelebt, wäre er wohl zufriedengestellt worden (Nahum 3); die Meder und Babylonier zerstörten um 606 v. Chr. die Stadt, sie wurde nie wieder aufgebaut. Mit ihr endete auch das große assyrische Reich (siehe hier). 

Welche Lehren ziehst du aus der Begebenheit mit dem Propheten Jona? 

findechristus.org

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code