Wer hat vom Sonnenaufgang her den (Mann) erweckt, dem der Sieg entgegenkommt?

(Bild: Quelle)

“Wer hat vom Sonnenaufgang her den (Mann) erweckt, dem der Sieg**) entgegenkommt auf Schritt und Tritt? Wer gibt Völker in seine Gewalt und läßt ihn Könige niedertreten, daß sein Schwert sie wie Staub macht und sein Bogen wie verwehte Spreu? 3 daß er hinter ihnen herjagt, unversehrt einherzieht, ohne den Pfad mit seinen Füßen zu berühren.***)” (Jesaja 41:2-3). 

Wer hat vom Sonnenaufgang her den (Mann) erweckt, dem der Sieg entgegenkommt? Jesaja 41 beginnt mit einer Frage, wer einen Mann aus dem Osten (Sonnenaufgang) kommen lässt, der fast problemlos über Völker und Könige siegen wird. Bei dem Mann, den der Herr erweckt, handelt es sich um den persischen Großkönig Kyros (auch Cyrus geschrieben; * um 590 bis 580 v. Chr.; † August 530 v. Chr.). Durch seine Expansionspolitik weitete er die Grenzen des ehemals kleinen altpersischen Reichs deutlich aus, das unter seinen Nachfolgern von Indien über Iran, Babylon, Kleinasien bis Ägypten reichte und bis 330 v. Chr. bestand, ehe es von Alexander dem Großen erobert wurde. Von Cyrus sagt der Herr: “… ‘Er ist mein Hirt und soll all meinen Willen (oder: meinen ganzen Plan) ausführen’, indem er für Jerusalem gebietet: ‘Es soll wieder aufgebaut werden!’ und für den Tempel: ‘Er werde neu gegründet!’” (Jesaja 44:28). Er wurde durch den Geist des Herrn geleitet, diejenigen, der um 597 v. Chr. durch die Babylonier ins Exil verschleppten, um die 539 v. Chr. wieder in ihre Heimat zurückkehren zu lassen, um Jerusalem samt Tempel wieder aufzubauen. 

Cyrus ist einerseits das Werkzeug Gottes zum Gericht, wie andererseits zur Errettung Seines Volkes. Zum Gericht insofern, als er dazu beitrug, den Götzendienst zu vernichten, zur Errettung, indem er dafür sorgte, dass diejenigen des Volkes Gottes, die es wünschten, nach Jerusalem zurückkehren konnten, um dort wieder ihrem wahren Gott zu dienen. Doch dieses Kapitel bezieht sich, wie alle Prophezeiungen Jesajas, auch auf andere Zeiten. Zum Beispiel spricht er im Vers 25 von einem Mann, den der Herr aus dem Norden her erweckt hat. Auch damit könnte Cyrus gemeint sein, denn er fiel in Babylon von Norden her ein, kam aber aus dem Osten, aus Persien. Es könnte sich aber auch auf die Rückführung der `verlorenen zehn Stämme´ beziehen. Sie sind aus babylonischer Gefangenschaft in den Norden weggezogen. So müssen sie zur Sammlung, zur Wiedervereinigung, auch durch den Herrn von dort wieder zurückgeführt werden (Jeremia 3:18; Jeremia 31:8). Diese Rückführung begann in den 1880er Jahren. “Unter der Führung von Theodor Herzl in den frühen 1900er Jahren wurde die moderne zionistische Bewegung organisiert und eine systematischere Rückkehr der Juden begann. Mit restriktiven Einwanderungsgesetzen in Amerika und dem Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland wanderten in den 1920er Jahren viel mehr Juden nach Palästina ein. Nach der Katastrophe des Holocaust wurden die Gebete vieler Juden während der Jahrhunderte der langen Zerstreuung schließlich am 14. Mai 1948 erhört, als die Führung des jüdischen Palästinas für die Gründung des jüdischen Staates Israel stimmte.” (siehe hier). Ich lerne, der Herr vergisst die Seinen nicht, egal wo sie sich auch befinden mögen. Er weiß, wo sie sind, und wann sie ihren Auftrag dort erfüllt haben, und reif für die Rückführung in ihre Heimat sein werden (Jesaja 41:14). 

Wen hältst du für den `Mann´, den der Herr vom `Sonnenaufgang´ her erweckt hat? 

findechristus.org 

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